KLEINES WIESENTAL Nonnenmattweiher
Das Kleine Wiesental bietet eine reizvolle Höhenwanderung mit herrlichem Bergpanorama vom Kreuzweg über den Nonnenmattweiherfelsen zum sagenumwobenen See. Der Nonnenmattweiher ist ein Relikt der Eiszeit mit einer sagenumwitterten Geschichte; er lädt zum Verweilen ein. An der Fischerhütte vorbei geht es zum Haldenhof.
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Der Nonnenmattweiher ist ein Karsee, dessen Ursprung auf die Vergletscherung des Köhlgartenmassivs in der letzten Eiszeit zurückgeht. Nachdem der See vermutlich bereits im Mittelalter verlandet war, wurde er in der Folgezeit mit Dämmen aufgestaut. Dabei löste sich ein Teil des vermoorten Karbodens, woraus eine schwimmende Torfinsel entstand. Heute ist der See fast 325 m lang, 200 m breit und bis zu 7 m tief. Das gleichnamige Naturschutzgebiet umfasst ca. 70 ha.
Einer Sage zufolge soll im See ein Nonnenkloster versunken sein. Der Name des Sees geht jedoch nicht auf die Sage zurück, sondern beruht auf der Tatsache, dass früher Mastkühe, sogenannte Nunnen, auf den Weiden rund um den See grasten.
Der als Naturschutzgebiet ausgewiesene Weiher ist durch Trittbelastung am Ufer gefährdet, weshalb Uferstreifen nur an bestimmten Stellen betreten werden dürfen. Das Baden ist in einer ausgewiesenen Badebucht erlaubt. Für Hunde gilt Anleinpflicht und Badeverbot. Das Betreten der sensiblen Torfinsel ist für alle verboten.
Die Fischerhütte Nonnenmattweiher lädt zur Einkehr ein.
Im März 1922 hielt der regendurchweichte Damm dem Wasserdruck nicht stand und die hinabstürzende Flut verwüstete die Ufer bis ins Kleine Wiesental mit Bürchau. Das Seebecken lag nun trocken bis zur Wiedererrichtung des Damms Anfang der 1930er Jahre. Anfang Juni 1934 wurde der neue Damm und der 2 Meter höher als vorher aufgestaute See gefeiert. Das Moor schwamm wiederum und noch großflächiger auf. Bis heute bildet es eine schwimmende Torfinsel, ein Phänomen, wie es auch der Huzenbacher See im Nordschwarzwald und der Kleine Arbersee im Böhmerwald zeigt.
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