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SCHLIENGEN Kirschbaumblüte

Das Eggenertal bei Schliengen im Markgräflerland ist einmal im Jahr das Mekka für Fotografen, Wanderer und Naturliebhaber. Immer Anfang April ist es wieder soweit. Dann verwandelt sich das ganze Tal in ein zartweißes Blütenmeer. Die Kirschbaumblüte erreicht ihren Höhepunkt. Wer die weiße Pracht in ihrer ganzen Schönheit erleben möchte, dem empfiehlt sich eine Rundwanderung auf dem 12 km langen Kirschblüten-Rundwanderweg.

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Wie viele Bäume im Eggenertal mit den Ortschaften Niedereggenen und Obereggenen stehen, weiß niemand so recht. Es sollen über 25.000 Kirschbäume sein; insgesamt wird das Tal von mehr als 50.000 Obstbäumen geprägt, lauten die Schätzungen. Am besten bestaunen lässt sich das Blütenmeer, das in der Region seinesgleichen sucht, von einem Panoramaweg aus.

Das Video oben zeigt Impressionen von der Kirschbaumblüte bei Schliengen im Markgräflerland. Bild antippen und genießen!

Im Kirschblütental stört keine Autobahn und auch keine Bundesstraße das Bild. Durch das weitläufige Tal führen lediglich kleinere Landstraßen. Das bietet einzigartige Panoramabilder. Sogar das renommierte Magazin „National Graphic“ war vor einigen Jahren vor Ort und veröffentlichte auf einer Doppelseite das Tal zur Vollblüte. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Engagierte Bürger aus Ober- und Niedereggenen hatten aufgrund des starken Interesses die Idee, ein Blütentelefon einzurichten, das mit Beginn der Blüte bis in den Mai hinein über den Stand der Frühblüher und bis zur Apfelblüte informiert. Die früheste Vollblüte der letzten Jahre gab es am 4. April 2011, die späteste im Jahr 2013; es war der 28. April.

Natürlich sind die Bewohner des Eggenertales stolz auf ihre Kirschbäume und auch auf die Produkte. Hier schmecken die Kirschen „besonders fruchtig“. Sind sie gereift, wird daraus Saft, Konserven, Marmelade und hochwertige Brennkirsche gemacht.

Eine Kirschblüten-Rundwanderung zeigt die ganze Pracht und die Schönheiten des Eggenertals. Hinweistalfen mit Kirschen darauf weisen den Weg. Anfang und Ende der insgesamt 12 Kilometer langen Strecke, die auch für geländegängige Kinderwagen und Mountenbikes geeignet ist, bestimmt jeder selbst.

Kulturdenkmal Hagschutz

Die natürliche Vegetation auf dem Hagschutz, eine markante Berg- und Felskuppe südlich von Niedereggenen, ist der Laubwald. Schon in der Steinzeit rodeten die Menschen den Wald, um damit ihre Behausungen zu errichten und um Flächen für ihre Felder zu erhalten. Seither wechselten sich im Zuge von Brachfall und Wiedernutzung die Bewaldung und die offenen Gras- und am Hangfuß die Ackerflächen ab. Auf den steinig-lehmigen und flachgründigen Böden finden vor allem Pflanzengesellschaften der Halbtrockenrasen ihre idealen Umweltbedingungen. Vorausgesetzt der Mensch bewirtschaftet sein Kulturland wie früher extensiv.

Es empfiehlt sich, Rucksackverpflegung mitzunehmen. Auf jeden Fall sollte man das Mannenbrünnle aufspüren, wo in heißen Sommern der Obstwein gekühlt wurde. Und genießen Sie den Panoramablick über das Tal am Dichterweg oberhalb von Schallsingen oder den Rundblick vom Steinenkreuzle aus. Erkunden Sie den Hagschutz, das jungsteinzeitliche und später keltische Siedlungsgebiet, gönnen Sie sich eine Pause auf dem Rosenbänkle über den alten Weinterrassen, eingerahmt von alten Trockenmauern und lassen Sie sich beeindrucken von den Kalksecco-Malereien der Niedereggener Kirche.

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